Gleiten
Beim Gleiten bewegt sich der Skibob in Fahrtrichtung. Es ist die einfachste Form der Fortbewegung und bildet die Grundlage für erste Fahrversuche, Schussfahrten und kontrollierte Schrägfahrten.
Willkommen in der Welt des Skibobfahrens. Entdecken Sie ein technisch ausgereiftes Sportgerät, das Faszination, einfache Erlernbarkeit und sportliche Herausforderung für jede Altersgruppe vereint.
Der Skibob – auch Snowbike genannt – ist ein technisch ausgereiftes einspuriges Sportgerät. Die Skipisten werden mit dem Skibob sitzend und immer mit angeschnallten Fußskiern befahren. Der Skibob besteht aus einem Rahmen, einer Sitzbank, einem Lenker, einem Vorder- und Hinterski und zwei Fußskiern. Bei Skibob Wettkämpfen dürfen nur einspurige Skibobs bei höchstens 2,3 m lichte Weite und bei 5 cm Toleranz und einem Höchstgewicht bis 23 kg plus 0,5 kg Toleranz verwendet werden. Der Fußski darf höchstens 0,55 m lichte Weite bei 5 cm Toleranz haben. In Großbritannien wird es als Skibike bezeichnet und die Sportart auch Skibobbing.
Unsere Sportart können sowohl Kids, als auch Senioren mit Freude an einer Wintersportart und Bewegung im Freien erlernen. Teilnahmeberechtigt an nationalen Rennen sind Kids ab dem 6. Lebensjahr. Unser derzeit ältester Starter an Rennen kommt aus Vorarlberg und ist 82 Jahre alt.
Der Schlepplift wird auf die selbe Weise wie vom Skifahrer stehend benützt, mit dem Unterschied, dass der Skibob zwischen den Beinen mitgeführt wird. Eine Hand hält den Lenker, die andere befindet sich am Liftbügel. Am Sessellift wird der Skibob außen auf die Sesselarmlehne gehängt.
In lockerer Sitzstellung sind Oberkörper und Arme leicht gebeugt. Die Oberschenkelinnenseiten sollten stets mit der Sitzbank in Berührung sein. Der Skibobfahrer kontrolliert seine Bewegungen durch Gewichtsverlagerung. Beim Schrägfahren auf der Piste werden Hüfte, Knie und Skibob zum Hang gedrückt, während der Oberkörper gerade bleibt. Um eine Richtungsänderung vorzunehmen, wird der Skibob kurz entlastet und unter talseitigem Lenkerdruck auf die andere Seite geneigt.
Geschwindigkeit, Kurvenlage und Präzision: Im Rennlauf zeigt der Skibobsport seine ganze Dynamik.
Skibobfahren verbindet die Stabilität einer sitzenden Position mit der Dynamik des alpinen Wintersports. Gesteuert wird nicht nur mit dem Lenker, sondern vor allem über Gleichgewicht, Gewichtsverlagerung, Kantenführung und das Zusammenspiel von Skibob und Fußskiern.
Ein Skibob besteht aus einem Rahmen mit Sitzbank, Lenker, Lenkski vorne, Laufski hinten und zwei kurzen Fußskiern. Der vordere Ski übernimmt vor allem die Lenkaufgabe, der hintere Ski sorgt für Führung und Stabilität.
Die Fußskier sind ein wesentlicher Teil der Fahrtechnik. Sie unterstützen das Gleichgewicht, helfen beim Kantenwechsel und ermöglichen eine präzise Schwungführung.
Beim Gleiten bewegt sich der Skibob in Fahrtrichtung. Es ist die einfachste Form der Fortbewegung und bildet die Grundlage für erste Fahrversuche, Schussfahrten und kontrollierte Schrägfahrten.
Beim Rutschen wird die Kante stärker eingesetzt. Dadurch entsteht Bremswirkung. Diese Technik hilft, Geschwindigkeit zu kontrollieren und Sicherheit am Hang aufzubauen.
Gedriftete Kurven werden mit deutlicher Rutschkomponente gefahren. Sie sind besonders hilfreich bei höherem Tempo, steilerem Gelände, engen Kurvenradien oder schwierigen Schneeverhältnissen.
Beim Carven laufen Skibob und Fußskier sauber auf der Kante. Die Kurve wird geschnitten, die Rutschphase ist gering. Dadurch entsteht ein sportliches, präzises und sehr dynamisches Fahrgefühl.
Eine lockere, stabile Sitzposition schafft Bewegungsfreiheit. Oberkörper und Arme bleiben beweglich, die Beine unterstützen über die Fußskier Gleichgewicht und Kantenführung.
Richtungsänderungen entstehen durch Entlastung, Kantenwechsel und gezielte Gewichtsverlagerung. Entscheidend ist, die Kräfte am Hang zu fühlen und ruhig darauf zu reagieren.
Der sichere Umgang mit dem Skibob entsteht über ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Belastung und Entlastung, Kantendruck und Körperposition greifen ineinander und ermöglichen kontrollierte Kurven.
Gerade diese Mischung aus Technik, Gefühl und Geschwindigkeit macht den Skibobsport so reizvoll: Er ist schnell erlernbar, bietet aber bis in den Rennsport hinein viel Raum für Präzision und Weiterentwicklung.
Skibobfahren ist für viele Menschen überraschend schnell zugänglich. Entscheidend ist ein ruhiger, schrittweiser Aufbau: zuerst Sicherheit, dann Technik, danach Tempo und sportliche Präzision. So können Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren Freude an dieser Wintersportart entwickeln.
Ein guter Lernweg beginnt immer dort, wo sich die Fahrerin oder der Fahrer sicher fühlt. Zuerst wird Bekanntes gefestigt, danach kommt Neues dazu. Flaches Gelände, einfache Übungen und ein ruhiges Tempo schaffen Vertrauen.
Erst wenn die Grundlagen passen, wird das Gelände steiler, das Tempo höher und die Technik anspruchsvoller. So bleibt der Lernfortschritt positiv und Überforderung wird vermieden.
Gerade bei Kindern zählen Freude, Lob und Erfolgserlebnisse. Wer die ersten Stunden positiv erlebt, nimmt Motivation für weitere Trainings mit.
Vereine schaffen den passenden Rahmen: gemeinsames Üben, sichere Anleitung, Nachwuchsförderung und der Einstieg in den Rennsport.
Skibob ist nicht nur Nachwuchssport. Durch die sitzende Fahrposition kann die Sportart auch für Erwachsene und ältere Wintersportbegeisterte attraktiv sein.
Der beste Unterricht endet mit dem Wunsch, wieder auf den Skibob zu steigen. Genau daraus entstehen Begeisterung, Vereinsbindung und langfristige Freude am Skibobsport.
Mit der fahrradähnlichen Konstruktion des Amerikaners John C. Stevens 1892 begann die Entwicklung des Skibobgerätes. Es gab in weiterer Folge viele unterschiedliche Bauweisen und Konstruktionen vom schweizerischen „Skivelo“ bis zum spanischen Schneevehikel, die als Vorstufen des heutigen Skibobs gelten.
In der Schweiz entstand mit dem Velogemel ein einspuriger, lenkbarer Sportschlitten. Solche frühen Konstruktionen zeigen, wie lange die Idee eines gelenkten Wintersportgeräts bereits fasziniert.
Enrique Nunez de Benitez ersetzte bei seinem Schneevehikel die bisherigen Kufen durch Skier. Damit rückte die Entwicklung deutlich näher an das Prinzip des heutigen Skibobs heran.
Als bahnbrechend galt die Konstruktion des Österreichers Engelbert Brenter aus Hallein, der am 10. März 1949 die Geburtsstunde des modernen Skibobsports einleitete.
Georg Gfäller sen. entwickelte aus dem Prototyp von Ernst Reiß-Schmidt das später serienmäßig produzierte „Gfäller-Ei“.
Die Bezeichnung „Skibob“ wurde amtlich registriert. Im selben Jahr fand in Kiefersfelden das erste Skibob-Rennen der Welt statt – ein wichtiger Schritt von der technischen Entwicklung hin zum organisierten Sport.
Mit der Gründung des SBC Tirol entstand ein früher österreichischer Skibobverein und damit eine wichtige Basis für die weitere Entwicklung des Sports in Österreich.
In Hallein wurde die Sektion Skibob im Skiclub Hallein gegründet. Im selben Zeitraum setzte sich durch das Zusammentreffen der Familien Gfäller und Brenter die Bezeichnung Skibob weiter durch.
Die Naturfreunde Hofgastein gründeten eine eigene Sektion Skibob. Solche Vereinsgründungen trugen wesentlich dazu bei, dass aus einzelnen Konstruktionen eine organisierte Sportart wurde.
Gründung der Fédération Internationale de Skibob, kurz FISB. Erster Präsident war Georg Gfäller jun. Damit erhielt der Skibobsport eine internationale Verbandsstruktur.
Gründung des Österreichischen Skibobverbandes, ÖSBV. Erster Präsident war Franz Hessenberger. Damit wurde die österreichische Verbandsarbeit eigenständig organisiert.
In Cortina d’Ampezzo fand die erste Europameisterschaft statt. Damit bekam der Skibobsport auch sportlich eine internationale Bühne.
Bad Hofgastein war Austragungsort der ersten Weltmeisterschaft im Skibobsport. Seitdem zählen internationale Titelkämpfe zu den wichtigsten Ereignissen der Sportart.
Die FISB wurde in die Weltorganisation AGFI/GAIF mit Sitz in Lausanne aufgenommen.
Ferdinand Alexander Porsche entwarf mit dem Porsche Arova 212 einen futuristischen, zerlegbaren Skibob. Auch wenn sich das Modell nicht breit durchsetzte, zeigt es die Innovationskraft dieser Sportart.
Bildquelle: DER SPIEGEL, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45225481.html
In Hinterstoder wurden die ersten Österreichischen Staatsmeisterschaften ausgetragen – ein weiterer wichtiger Schritt für den nationalen Rennsport.
Skibob war bereits in 25 Nationen vertreten. Das zeigt, wie stark sich die Sportart innerhalb weniger Jahrzehnte international verbreitet hatte.
In Zell am See fand das erste Weltcup-Rennen statt. Damit erhielt der Skibobsport neben Meisterschaften auch eine regelmäßige internationale Rennserie.
Seit 1967 werden Weltmeisterschaften im Skibobsport ausgetragen. Die vollständige Übersicht aller bisherigen Austragungen ist hier kompakt zusammengefasst.
| Nr. | Jahr | Ort | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 1 | 1967 | Bad Hofgastein | AR, RSL, Komb |
| 2 | 1969 | Crans Montana | AR, RSL, Komb |
| 3 | 1971 | Reno | AR, RSL, Komb |
| 4 | 1973 | Garmisch | AR, RSL, Komb |
| 5 | 1975 | Val d’isere | AR, RSL, Komb |
| 6 | 1977 | Bischofswiesen / Schladming | AR, RSL, Komb |
| 7 | 1979 | Lenzerheide | AR, RSL, SL, Komb |
| 8 | 1981 | Lungötz | AR, RSL, SL, Komb |
| 9 | 1983 | Innerkrems | AR, RSL, SL, Komb |
| 10 | 1985 | Sterzing | AR, RSL, SL, Komb |
| 11 | 1987 | Grächen | AR, RSL, SL, Komb |
| 12 | 1988 | Dorfgastein | AR, RSL, SL, Komb |
| 13 | 1989 | Oberammergau | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 14 | 1990 | Seefeld | SG, RSL, SL, Komb |
| 15 | 1991 | Davos | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 16 | 1992 | Zell am See | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 17 | 1993 | Špindlerův Mlýn | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 18 | 1994 | Adelboden | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 19 | 1995 | Malles Venosta | SG, RSL, SL, Komb |
| 20 | 1996 | Villach | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 21 | 1997 | Balderschwang | SG, RSL, SL, Komb |
| 22 | 1998 | Neukirchen | SG, RSL, SL, Komb |
| 23 | 1999 | Adelboden | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 24 | 2000 | St. Johann | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 25 | 2001 | Bischofswiesen | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 26 | 2002 | Špindlerův Mlýn | SG, RSL, SL, Komb |
| 27 | 2003 | Wisła | SG, RSL, SL, Komb |
| 28 | 2004 | Gosau | SG, RSL, SL, Komb |
| 29 | 2006 | Grächen | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 30 | 2007 | Aigen in Mühlkreis | AR, SG, RSL, SL, Komb |
| 31 | 2009 | Ustroń | SG, RSL, SL, Komb |
| 32 | 2010 | Kirchberg | SG, RSL, SL, Komb |
| 33 | 2011 | Nauders | SG, RSL, SL, Komb |
| 34 | 2012 | Deštné v OH / Aigen i.M. | SG, RSL, SL, Komb |
| 35 | 2013 | Bad Hofgastein | SG, RSL, SL, Komb |
| 36 | 2014 | Spital am Semmering | SG, RSL, SL, Komb |
| 37 | 2016 | Deštné v Orlických horách | SG, RSL, SL, Komb |
| 38 | 2017 | Grächen | SG, RSL, SL, Komb |
| 39 | 2018 | Lenggries | SG, RSL, SL, Komb |
| 40 | 2019 | Nassfeld | SG, RSL, SL, Komb |
| 41 | 2022 | Stuhleck | SG, RSL, SL, Komb |
| 42 | 2023 | Grächen | SG, RSL, SL, Komb |
| 43 | 2025 | Lenggries | SG, RSL, SL, Komb |







Moderne Skibobs vereinen jahrzehntelange Erfahrung, innovative Technik und höchste Qualitätsstandards. Die folgenden Hersteller zählen zu den führenden Produzenten im internationalen Skibobsport.
Spezialist für den Skibob & Snow-Bike Sport. Wir sind der über 200 Jahre alten Tradition treu geblieben. Einzigartiges Know-How und jahrzehntelange Erfahrung stecken in jedem Stalmach Skibike.
Der Gedanke des „Freeridens“ kommend aus dem Mountainbikesport injizierte die Entwicklung. Gebaut für Abfahrten auf Wanderwegen und freiem Gelände. Über 2000 verkaufte Skibikes.